Die wichtigsten Magic the Gathering Formate für eine spielend reale Rendite

Wie bereits im Podcast angekündigt, präsentiere ich euch heute die verschiedenen Turnierformate, die für uns Investoren einen großen Einfluss haben. (Lesezeit 12 Minuten)

  1. Modern

Das meistgespielte Format in Magic ist „Modern“, 2011 etabliert und seit diesem Zeitpunkt das einflussreichste Format bezüglich Preissteigerung. „Modern“ erlaubt es Karten seit der 8th Edition (Einführung des neuen Kartendesigns) bis zu den aktuellen Sets zu spielen (Dies gilt nur für reguläre Editionen die im „Standard“ spielbar waren, eine ausführliche Liste findest du hier https://bit.ly/2rXDDQt ), Sondereditionen sind dabei ausgeschlossen wie „Commander“ oder „Master“ Sets. Einzig wenn eine Karte die in einem „Standard“ Set gedruckt wurde und in einem dieser Spezialprodukte erneut erscheint, ist dieser Nachdruck ebenfalls Turnierlegal.

Das einflussreichste Format

Wieso „Modern“ das einflussreichste Format in Magic ist, ist schnell erklärt. Seit 2011 sind eine gigantische Menge Editionen erschienen. Durch das wegfallen der älteren, meist viel spielstärkeren Karten wie „Force of Will“, „Karakas“ & den „Dual Lands“ (Diese produzieren zwei verschiedene Mana, ohne nachteiligen Effekt, wie „Underground Sea“, „Savannah“ und Co.) gilt „Modern“ auch als das vielseitigste Format in punkto Balance. Hierzu ein Beispiel: Im Jahre 2018 gab es 66 verschiedene Decktypen, die sich in weitere Varianten aufteilen (Quelle: www.mtgtop8.com). All diese Decks waren unter den Top Platzierungen der weltweit gemeldeten Turniere, hierzu gehören vor allem alle Major- und Premier-/Events Weltweit.

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  1. Standard

Das aktuellste Format im Magic Universum, „Standard“ hat sich in den letzten Jahren leicht gewandelt, früher waren es immer drei Edition, die einen Block ergaben. Im Jahre 2016 änderte Wizards den Kurs und entschied sich jeden Block auf zwei Sets herunter zu brechen. Grund war hier die Problematik, dass das letzte Set eines Blocks kaum bis kein Interesse hervorbrachte und meist bis auf wenige Ausnahmen zum erfolglosesten Set avancierte.

Standard im Wandel der Zeit

„Standard“ ist, dass am schnellsten drehende Format, wenn es um den Abverkauf von Einzelkarten geht. Kommt ein neues Set auf den Markt, verändert dies nur selten den „Modern“ Markt. Es geschieht eher, dass neue Karten bereits vorhanden Decks hinzugefügt werden. Ausnahmen sind z.B. Sets wie „Battle for Zendikar“ und „Oath of the Gatewatch“, diese brachten Support für den „Eldrazi“ Deck Typ auf den Markt. Dadurch platzierte sich dieser sowohl in „Legacy“ als auch in „Modern“ als feste Größe. Bis auf diese Ausnahmen ist wichtig zu wissen, dass es in „Standard“ eine Rotation gibt. Dies bedeutet, einmal im Jahr im September fallen 4 Sets aus dem Format und die bis dato aktuellen Editionen werden zu den neuen „Standard“ legalen Sets.

September wichtig für die Planung

Der Grund wieso „Standard“ so Preis schwankend und verkaufsintensiv ist, ist ebenfalls einfach erklärt. „Standard“ ist im überwiegenden Teil des Jahres, dass Format welches für die großen Turniere dieser Welt als Grundstein gilt, wie die „Pro Tour“ und die Weltmeisterschaft. Auch die Qualifikationsturniere für diese, werden im überwiegenden Teil im „Standard“ Format ausgetragen. Durch die viel geringe Kartenauswahl, als z.B. in „Modern“ ergeben sich viel weniger Möglichkeiten erfolgreiche Decks zu bauen, ebenfalls durch die viel kürzere Verfügbarkeit steigen Karten meist unmittelbar nach einem Erfolg auf einem größeren Turnier um ein Vielfaches.

Preisanstieg innerhalb weniger Stunden

Im November 2018 stieg die Karte „History of Benalia“ durch den sehr großen Erfolg. Sie war unter den Top 8 Decks, bei der „Pro Tour“ „Guilds of Ravnica“ im November 2018. Dort wurde die Karte insgesamt in 24 von möglichen 32 Partien gespielt. Dies lies den Preis von ursprünglich 6€ auf ganze 20€ pro Stück ansteigen, und das innerhalb von wenigen Stunden. Wie man das Potenzial von neuen „Standard“ Karten erkennt und wann man welche Karten kaufen sollte, erfahrt ihr in den Podcast Folgen vom Spielwaren Investor in der Kategorie Magic.

Ähnliches Foto

  1. Legacy

Die Königsdisziplin für viele Spieler und auch das Format welches neben „Vintage“ das mit Abstand kostspieligste Format ist. Hier können erfolgreiche Decks zwischen 1000€ bis 5000€ im Anschaffungspreis schwanken. Doch wieso ist „Legacy“ so viel teurer als „Modern“, welches weit unter den zuvor genannten Preisen bewegt?

2000€ für ein Deck sind nicht ungewöhnlich

Hier sei die „Reserved Liste“ erwähnt, es gibt Karten in Magic die nie wieder gedruckt werden dürfen, zumindest solange die „Reserved List“-Vereinbarung besteht. Da dies eine offizielle Regelung ist und Wizards sich keine Klagewelle einfangen will, wird diese Liste meiner Meinung nach definitiv bestehen bleiben. Karten wie die Dual Lands (Underground Sea, Volcanic Island und Co.) sowie spielstarke Karten wie „Moat“, „Lion´s Eye Diamond“ und Co. sind auch viel zu spielstark für Formate wie „Modern“ und „Standard“. „Legacy“ scheint zudem auch kaum bis kein Wachstum mehr zu haben und wird seitens Wizards eher stiefmütterlich behandelt.

Das mache ich vor allem an dem stark abnehmenden Support auf größeren Events fest. „Legacy“ hat sich zwar eine riesige Fangemeinde aufgebaut, die sehr beständig ist, wie aber bereits erwähnt, kaum noch Spieler hinzubekommt. Letzteres ist vor allem der „Buyouts“ der letzten Jahre geschuldet, was es mit den so genannten „Buyouts“ auf sich hat, erfahrt ihr ebenfalls in einer Podcast Folge.

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  1. Pauper

Das Budgetformat unter den Magic Formaten. Bei „Pauper“ handelt es sich um ein Format welches seinen Ursprung in „Magic Online“ fand, sich aber in den letzten Jahren mehr und mehr auch am heimischen Küchentisch und den Magic Stores etablierte. Bei „Pauper“ handelt es sich um ein Format in dem nur „Common“ Karten erlaubt sind (Hierbei gilt, sofern eine Karte eine andere Rarität hat, in der Vergangenheit bzw. als Neuerscheinung aber in „Common“ gedruckt wurde, ist die Karte Turnierlegal).

Neues Format sorgte für Preissprünge

Die Beliebtheit des Formates lies einige Karten von wenigen Cent Beträgen zu mehreren Euro ansteigen. Ein prominentes Beispiel ist die Karte „Gush“, bis zum Erscheinen der Edition „Oath of the Gatewatch“ war die Karte quasi wertlos und bewegte sich im 0,20€ Rahmen. Durch die aufsteigende Popularität im Bereich „Pauper“, hat sich „Gush“ nun im 4€-5€ Sektor eingegliedert (Stand 11/18). „Pauper“ ist ideal, um damit eine gute Rendite zu erwirtschaften. Da das Investment sehr gering und der Ertrag meist sehr solide ist. Auch hierzu werden wir eine Podcast Folge machen.

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  1. Commander

Die Goldgrube unter den Magic Formaten. Dank „Commander“ haben sich einige Einzelexemplare auf dem Markt, vor allen in ihrer jeweiligen Foil-/Holo- oder Promo-Variante sehr rapide nach oben bewegt. Bei „Commander“ baut der Spieler um eine legendäre Kreatur sein Deck und darf dieses auch nur mit Karten der gleichen Farbidentität füllen. Hat die legendäre Kreatur z.B. nur die Farben blau und grün, dürfen auch alle Karten im Deck nur blau, grün, farblos und Länder sein. Selbst in den Text-Boxen dürfen keine „Mana“-Symbole aufgeführt sein.

Farben geben die Richtung vor

Jede Karte darf zudem, abgesehen von den Standardländern nicht öfter als nur einmal im Deck vorhanden sein. Abschließend sei noch erwähnt, dass das Deck zu dem „Commander“ 99 weitere Karten enthalten muss. „Commander“ ist ursprünglich aus dem „Highlander“-Format entstanden. Da hier explizite Karten und zudem noch 100 verschiedene insgesamt, zusammengestellt werden müssen, ist nicht nur die Gesamtanzahl, sondern auch die Vielseitigkeit der gewünschten Karten höher. Hier sei erwähnt, dass meist auch die kostengünstigeren, wenn auch spielschwächeren, Alternativen einer guten Karte verwendet werden. Somit entsteht eine völlig neue Nachfrage.

Bildergebnis für magic breya

6. Die derzeit noch unwichtigen Formate für uns Investoren.

Vintage, Highlander, Old School, Pre-Modern und Co.  Behandeln wir zu späterer Zeit.

Am Ende dieses Artikels möchte ich noch auf die verschiedenen Verbotslisten hinweisen, in jedem Format gibt es Karten die aufgrund ihrer Stärke oder Kombinationsmöglichkeiten, verboten wurden. Auch dies wird in nicht allzu ferner Zukunft ein Podcast Thema werden.

Vielen Dank fürs lesen, Patrick aka Full Metal Nerd.

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