Minifigur der Woche: Er, dessen Name nicht genannt werden darf - Der Spielwaren Investor - spielend reale Rendite

Minifigur der Woche: Er, dessen Name nicht genannt werden darf

Nun ist sie also da. Die Rede ist natürlich von der Winkelgasse (75978). Darin augenscheinlich enthalten sind 14 Minifiguren. Mit dabei natürlich die üblichen Verdächtigen (Harry, Ron, Hermine, …) nebst einigen Exoten und Ladeninhabern. Die Figur um die es heute gehen soll, ist allerdings nicht dabei, obwohl sie für die Geschichte so essentiell ist wie kaum eine andere. Bevor ich aber darauf zurückkomme und etwas weiter aushole, möchte ich vorausschicken, dass ich kein Potterhead bin. Man möge mir inhaltliche Ungenauigkeiten verzeihen und mich in den Kommentaren für mein Halbwissen abstrafen.

Beginnen wir mit einer kleinen Zeitreise: Am 26. Juni 1997 erschien in einer Erstauflage von gerade einmal 500 Stück ein Buch der englischen Schriftstellerin Joanne K. Rowling mit dem Titel Harry Potter und der Stein der Weisen. Wie wir heute wissen, folgten sechs weitere Bücher dieser Reihe, die eine weltweite Begeisterung für Fantasy-Bücher auslösten. Vier Jahre später wurde das erste Buch dieser Reihe dann von Warner Bros. verfilmt.

Im Folgenden ist es wichtig, eine Unterscheidungen zwischen Buch und Film zu treffen, denn LEGO hat Lizenzrechte für die Vermarktung von Sets, die auf den Filmen, nicht aber auf den Romanen basieren, erworben. Szenen oder Charaktere, die ausschließlich in den Büchern vorkommen, darf LEGO also nicht umsetzen. Auch müssen die Filme als Vorlage für die Gestaltung von Sets herhalten und nicht etwaige Beschreibungen in den Romanen.

LEGO und Harry Potter

Die ersten LEGO Harry Potter-Sets erschienen parallel zum ersten Film 2001. Sie trugen die Titel Forbidden Corridor (4706), Hagrid’s Hut (4707), Hogwarts Express (4708) und Hogwarts Castle (4709). Die Sets waren aus heutiger Sicht vergleichsweise einfach gestaltet, enthielten aber die ersten Minifiguren von Harry, Hermine, Ron und anderen aus der Geschichte bekannten Charakteren. Inwieweit die Figuren sich über die Jahre weiterentwickelt haben, kann man (neben der Hautfarbe) ganz gut an den Zauberstäben erkennen. Lars würde jetzt sagen, die hätten früher Knüppel in der Hand gehabt.

Forbidden Corridor (4706) von 2001 (Quelle: brickset.com)

Seit jeher sind knapp 100 Sets und zwei Minifiguren-Serien zu diesem Lizenzthema erschienen. Wir können sicher sein, dass noch weitere Sets folgen werden.

Der dunkle Lord

Dieser Artikel soll sich aber einer bestimmten Minifigur widmen, die erstmals 2005 in einem Set mit dem Titel Graveyard Duel (4766) erschien und deren Name nicht genannt werden darf. Die Minifigur hatte einen zerrissenen Umhang, einen schwarzen Zauberstab und einen Kopf, der im Dunklen leuchten konnte. Und wenn man genau hinschaut, entdeckt man noch ein Detail, welches für Minifiguren eher untypisch ist: Nasenlöcher! Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass die Filmvorlage quasi keine Nase besitzt. Hier hat LEGO definitiv Humor bewiesen. Diese Figur von 2005 ist heute eine absolute Rarität und erzielt selbst in gebrauchtem Zustand Preise zwischen 25 € und 30 € bei BrickLink.

Graveyard Duel (4766) von 2005 (Quelle: brickset.com)

Fünf Jahre später erschien mit dem Set Hogwarts Castle (4842) eine Figur des Unaussprechlichen mit schwarzem Umhang und weißem Zauberstab, bei der der Kopf weiß war und nicht mehr leuchten konnte. Exakt diese Figur erschien ein Jahr später erneut in dem Set The Forbidden Forest (4865). Korpus und Kopf sind bei dieser Figur exklusiv. Der Wert dieser Figur liegt bei BrickLink heute bei etwa 7€.

Hogwarts Castle (4841) von 2010 (Quelle: brickset.com)

Dann sollte es sechs weitere Jahre dauern bis eine neue Version einer Minifigur des dunklen Lords in einem Set erschien. 2016 erschien in der LEGO Dimensions-Reihe eine Figur mit exklusivem weißen Kopf und exklusivem Korpus, was dem Wert der Figur aber nicht zugute kam. Bei BrickLink ist diese Version schon für 4€ bis 5€ zu haben. Interessant ist aber, dass diese Figur entgegen der Figuren von 2005 und 2010 keine Nasenlöcher hat.

Voldemort aus dem Dimensions Team Pack von 2016 (Quelle: bricklink.com)

In der ersten Harry Potter Minifiguren-Serie von 2018 erschien dann eine weitere Variante, diesmal wieder mit Nasenlöchern. Kopf, Korpus und Beinteil waren bei dieser Figur exklusiv. Allerdings konnte der Kopf auch hier nicht mehr leuchten und die Figur ist bei BrickLink noch weniger wert als die Figur von 2016. Einen Umhang enthielt die Figur auch nicht. Dafür kam sie mit dem neuen Zauberstab und einer Schlange.

2019 erschien dann noch das Set The Rise of Voldemort (75956), welches eine Version besagter Figur mit offenem Mund, schwarzem Rock und dunkelgrüner Robe enthielt. Kopf und Korpus sind auch bei dieser Figur exklusiv. Preislich liegt die Figur auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie die Figur von 2018. Funfact: In diesem Set ist zudem eine Figur des dunklen Lords als Baby enthalten, die ebenfalls Nasenlöcher besitzt.

The Rise of Voldemort (75956) von 2019 (Quelle: brickset.com)

Neben einer Babyfigur ist der Unsägliche im Übrigen auch als Nanofigur im großen Hogwarts Castle (71043) von 2018 erschienen. Ein BrickHead ist bislang nicht erschienen. Mein Gefühl sagt mir aber, dass wir nicht mehr all zu lange warten müssen.

Ich persönlich finde es spannend, wie sich die Minifiguren über die Jahre verändert haben. Was haltet ihr von den Minifiguren des dunklen Lords und den LEGO Harry Potter-Figuren allgemein? Habt ihr einen Liebling? Schreibt es in die Kommentare.

4 thoughts on “Minifigur der Woche: Er, dessen Name nicht genannt werden darf

  • 7. September 2020 um 6:42
    Permalink

    Hahahahaha- als erstes! Ich Feier Deine Reviews! Und weiter: Die haben doch wohl auch Knüppel in der Hand! Und er zieht es wirklich durch: Er nennt seinen Namen nicht! Sicher ist sicher… Geil!

  • 23. September 2020 um 15:57
    Permalink

    Herrlich, wirklich schönes Harry Potter / Lord Voldemort Review!!
    Habe leider die ersten HP-Wellen verpasst, finde die Sets und MF der letzten Jahre aber auch wirklich gelungen. Da legt sich Lego mächtig ins Zeug, das Preis-/Leistungsverhältnis ist echt grandios (für ein Lizenzthema :-)).
    Auch die aktuelle MF-Serie ist spitze!
    Weiter so, Deine MF-Reviews sind wirklich super und immer gut recherchiert!!

  • 23. September 2020 um 16:15
    Permalink

    Ich gebe dir in allen Punkten recht! Bei Harry Potter macht LEGO ganz viel richtig. Und danke für das Lob!

  • 23. September 2020 um 16:31
    Permalink

    Bitte 🙂
    Und ich hoffe, Lego behält dieses „Level“ noch eine Weile bei. Das wäre richtig cool.
    Ist es eigentlich peinlich, sich als Erwachsener als HP-Fan zu outen? 🙂 🙂
    Die HP-Hörbücher von Rufus Beck könnte ich täglich hören, einfach nur genial.
    Sorry, ich schweife ab… 🙂
    Viele Grüße

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