Eine Reise in die LEGO-Vergangenheit - Der Spielwaren Investor - spielend reale Rendite

Eine Reise in die LEGO-Vergangenheit

Wer unseren Adventskalender regelmäßig verfolgt hat, dem kommt die Überschrift vielleicht noch bekannt vor.

Ich möchte Euch von nun an regelmäßig auf eine Reise in die LEGO-Vergangenheit mitnehmen. Wie machen wir das? Wir blättern uns quer durch die LEGO-Kataloge vergangener Tage. So können wir gemeinsam in unsere Kindheit abtauchen oder auch mal darüber hinaus. Je nachdem, welches Baujahr Ihr so auf der Uhr habt. Dabei stöbern wir in dem jeweiligen Artikel durch ein bestimmtes Jahr und bei dem einen oder anderen Set werde ich auch mal auf die Wertentwicklung mit Euch schauen. Auch, wenn ein Kauf davon heute wohl doch eher pure Liebhaberei ist. Ich hoffe, Ihr habt Spaß beim Lesen und Eintauchen in eine vergangene Zeit.

Heute reisen wir zurück ins Jahr 1993 – und das auf Wunsch einer einzelnen Dame (liebe Grüße an meine bessere Hälfte an dieser Stelle). Aber was war in diesem Jahr eigentlich noch so los? Von LEGO mal abgesehen… Die Auflösung der Tschechoslowakei wurde zur beschlossenen Sache, Bill Clinton für das Amt des US-Präsidenten vereidigt und die neuen fünfstelligen Postleitzahlen wurden bei uns eingeführt.

Aber nun zurück zum eigentlichen, unserem LEGO-Katalog. Die Titelseite des Katalogs zeigt uns direkt einige Neuheiten. Aber dazu kommen wir gleich noch.

In der Mitte des Katalogs finden wir einen Teilnahmeschein für die 10. Deutsche LEGO-Meisterschaft. Was hat es damit auf sich? LEGO veranstaltete damals jährlich einen Wettbewerb, bei dem Kinder ihre kreativen Ideen einreichen und tolle Preise gewinnen konnten. Aus jedem Bundesland wurde ein Sieger gekürt, der ins LEGOLAND Billund eingeladen wurde und sich dort austoben durfte. Was es sonst noch zu gewinnen gab? Schaut Euch mal die Bilder an.

Jetzt kommen wir aber zum eigentlichen Inhalt und dort geht es direkt mit Duplo los. Ein Set, welches mir hier direkt auffällt, ist die 1614: „Spielbox Bauernhof“. Hier dient die Verpackung selbst auch als Spielkulisse. Etwas, was es wohl so heute nicht mehr geben wird. Zu den bestehenden Sets gesellten sich ein Duplo Flugplatz mit einigen Erweiterungssets, wie z.B. ein Hubschrauber oder ein Privatflugzeug.

Doch DAS Highlight in Sachen Duplo kommt erst noch: LEGO führte in diesem Jahr die Duplo Eisenbahn ein und ließ damit wohl einige Kinderherzen höherschlagen. Gleich 8 Sets erschienen hierzu. Das Basis Set (2730) war allerdings das einzige Set, welches die motorisierte Lok enthielt. Ausgestattet mit einem 4,5 Volt Motor, versprach LEGO einen Spielspaß von 8 Stunden (mit den entsprechenden Batterien war dieser natürlich beliebig zu verlängern). Die weiteren Sets dienten zur Erweiterung oder enthielten manuelle Eisenbahnen.

Auch Duplo TOOLO bekam ein wenig Zuwachs. Zugegeben, eine Reihe, die mir total in Vergessenheit geraten war und erst durch dieses Prospekt wieder in mein Bewusstsein trat. Ich persönlich finde, dass diese Serie der Duplo-Reihe noch einmal etwas mehr Kreativität verliehen hat. Der Kurze auf dem Bild hatte auf jeden Fall Spaß!

In der Basic-Reihe erblickte der LEGO „Staubsauger“ das Licht der Welt – oder wie LEGO ihn nannte: „Lora Steinpick“. Damals fand ich das Teil irgendwie cool. Heute so…na ja. Was haltet Ihr davon? Was es damals auch gab: die Sortierkoffer. Einen davon habe ich heute sogar noch im Einsatz und ich hätte nichts dagegen, wenn die Dinger nochmal neu aufgelegt würden.

Natürlich wurden die 1989 „geborenen“ Piraten auch fortgeführt. So kamen unter anderem 2 neue Schiffe dazu (6286 und 6268). Ergänzt wurden diese Sets um die Soldaten-Reihe, die es auch schon in den Vorjahren gab. Ohne die Soldaten wäre es auf den Weltmeeren unserer Kinderzimmer aber auch ziemlich langweilig für die Piraten geworden. Doch hier hatte LEGO 1993 nicht viel Neues zu bieten, lediglich ein Set kam dazu.

Bei den Rittern sah das schon ganz anders aus: Hier gab es gleich 7 neue Sets. Und eine neue Figur lieferte uns LEGO auch noch dazu: den grünen Drachen, den wir auch schon von der Titelseite kennen. Den Drachen packten die Dänen in 3 der neuen Sets.

Wer an dieser Stelle nun seine alten LEGO-Kisten nach dem grünen Ungetüm durchforsten will, dem sei gesagt, dass mit dem kleinem Tierchen nicht gerade der große Reibach zu machen ist. Bei Bricklink bekommt Ihr diesen schon für etwa 2-4 Euro. Wenn ich mir die Sets aber so anschaue (insbesondere die großen Spielsets mit ihren Verstecken und Fallen), bekomme ich direkt Lust, wieder damit zu spielen. Und schmunzeln musste ich hier auch noch, beim Namen des kleinen blauen Magiers „Cerlin“.

In der LEGO Stadt gab es natürlich auch damals schon die Klassik, die wir heute immer noch in den Regalen finden. Was ich aber heute immer noch gerne zurück hätte, sind die Hafensets und die vielen Schiffe. Vielleicht wird diese kleine Teilserie ja mal wieder aufgelegt.

Nicht neu, aber dennoch erwähnenswert, ist der Insel-Flughafen (6396) und die Octan Tank- und Service Station (6397). Zweiteres vielleicht auch nur deswegen, weil ich damit früher so verdammt viel Zeit verbracht habe…

Damals natürlich auch ein Riesen-Erfolg war die LEGO Eisenbahn Serie. Und hier ist wirklich jedes einzelne Set gelungen. Mit dem 9 Volt-Motor konnte man elend lange Güterzüge durch sein Kinderzimmer jagen oder sich seinen eigenen Personenzug zusammenstellen. Und auch der kleine gelbe Bahnhof (4554) sieht gar nicht mal so schlecht aus.

Und natürlich kamen auch die Space-Fans nicht zu kurz. Neben den bereits bestehenden Reihen „Space Police“ und „Blacktron“ kam eine neue Reihe dazu: „Ice Planet 2002“. Na ja, bis auf den Eisplanten haben wir Menschen es 2002 zwar nicht geschafft, aber dennoch haben die Sets einigen Kindern viel Freude bereitet. Aus Dänemark kamen 6 Sets dieser Themenreihe in die Läden. 4 davon relativ klein, aber die anderen beiden dafür umso größer. Einmal bekamen wir eine riesige Eisstation (6983) und dann einen Raumtransporter (6973). Diesen Transporter konnte man in 4 verschiedene Raumschiffe zerlegen und in unterschiedlicher Art wieder zusammenbauen.

Wer meinen Adventsartikel gelesen hat, weiß, dass ich nicht der riesen Technic-Fan bin. Das konnten die Sets aus 1993 auch nicht wirklich ändern. Jedoch ist die Technik, die man zu dem Zeitpunkt verbauen konnte, schon echt cool. So konnte man sich mit dem Multi Control-Set (8082) einen ferngesteuerten Rennwagen zusammenbauen. Und mit dem Pneumatic-Set (8042) konnte man die Gabel des Gabelstaplers wie von Zauberhand rauf und runter fahren lassen.

Auf der letzten Seite dürfen wir noch die „Profi-Modelle“ bestaunen. LEGO nannte diese kleine Reihe „Model Team“ und beschrieb sie folgendermaßen: „Hier stimmt jedes Detail. So ein liebevoll gebautes Meisterwerk ist nicht nur der ganze Stolz seines Schöpfers, sondern auch der garantierte Star der Sammelvitrine. LEGO SYSTEM MODEL TEAM – Konstruktionen für Könner.

Und bei diesen 4 Sets würde ich gern einmal mit Euch auf die heutigen Werte schauen. Hier beziehe ich mich jeweils auf das Angebot und die Verfügbarkeit bei Bricklink. Allerdings bekommt man 3 von diesen 4 Sets nach aktuellem Stand nur noch im gebrauchten Zustand. Den Heli-Truck (5590) für etwa 82 Euro, den Rallye Service Wagen (5550) für etwa und das Hochsee Powerboot (5521) für ca. 32 Euro.

Das aus meiner Sicht Schönste von den Sets gibt es allerdings auch noch neu und original verpackt zu erstehen. Die Rede ist vom „Rennboot-Gespann“ (5581). Optisch ist es sehr gelungen und bietet auch einiges an Spielspaß. Laut Bricklink bekommt man dieses Sets gebraucht für ca. 86 Euro. Der Preis für ein neues Set sieht da schon ganz anders aus. Dieser liegt bei durchschnittlich 393 Euro und geht zum Teil bis zu 500 Euro hoch.

Ob man diese Preise zahlen mag, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber daher sagte ich ja zur Einleitung schon: der Kauf eines Sets aus dieser Zeit ist reine Liebhaberei. Ihr seht, auch wenn alte LEGO Sets nicht generell die Preissteigerungen von heutigen Sets erfahren, gibt es darunter doch schon mal einen Schatz. Wobei dies oft auch stark von der Themenreihe abhängt und auch, ob LEGO ältere Reihen nochmal aufleben lässt. Wie zum Beispiel im vergangenen Jahr die Barracuda Bucht.

Ich hoffe, Euch hat unsere kleine Reise ins Jahr 1993 gefallen? Wenn ja, würde ich mich freuen, wenn wir uns demnächst regelmäßig nostalgisch werden. Lasst gerne euer Feedback da! 😊

5 thoughts on “Eine Reise in die LEGO-Vergangenheit

  • 12. Januar 2021 um 16:36
    Permalink

    Es war mir ein Fest! Was für ein pfiffiges Review- um es mal im Marketing sprech der 90er zu betiteln. Eben Kaffee gemacht und entspannt alles durchgenossen! Geil! Mehr davon! P.S. -wer noch ne originalverpackte 5581 sucht, hab gehört Bardobrick hat noch eine rumfliegen… 😉

  • 12. Januar 2021 um 17:14
    Permalink

    Krass, da werden Erinnerungen wach! Der kleine gelbe Bahnhof hat meine Kindheit geprägt! 👌 Danke für diesen Artikel

  • 13. Januar 2021 um 10:11
    Permalink

    Schön das Euch der Artikel gefällt und Danke für Euer Feedback. Es wird noch mehr davon folgen 🙂

  • 13. Januar 2021 um 21:22
    Permalink

    Sehr schöner Artikel! Vielen Dank für die Zeitreise! Werde übrigens gleich mal bei der Hotline anrufen 😉

  • 14. Januar 2021 um 13:36
    Permalink

    Hahahahaha

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