Eine Reise in die LEGO-Vergangenheit - Der Spielwaren Investor - spielend reale Rendite

Eine Reise in die LEGO-Vergangenheit

Und da sind wir wieder…!

Auch heute möchte ich Euch mal wieder mit auf eine Reise in die Vergangenheit nehmen. Diesmal geht es noch viel weiter zurück als bisher. Wir schreiben das Jahr 1981.

Auch außerhalb des LEGO-Universums sind spannende Dinge passiert. In den USA wurde der 40. US-Präsident in sein Amt eingeführt: Ronald Reagan. Der US-Seuchenschutz verfasste einen ersten Bericht bezüglich einer Immunschwächekrankheit (AIDS), in der ARD wurde die erste Folge der Kultserie „Dallas“ ausgestrahlt und dann heirateten auch noch Lady Diana und Prinz Charles.

Ach, eine Sache habe ich unterschlagen… Ein gewisser Lars Conrad erblicke am 28. Januar selbigen Jahres das Licht der Welt und treibt seitdem sein Unwesen. Vielleicht kennt ihn der eine oder andere unter Euch!? Spaß beiseite. Ganz liebe Grüße an dieser Stelle und auch hier nochmal HAPPY BIRTHDAY, lieber Lars!

Dann lasst uns mal schauen, was LEGO 1981 so alles zu bieten hatte und was Ihr vielleicht beim Lesen dieses Artikels wiedererkennt. Große Neuerungen in der Welt von LEGO gab es in diesem Jahr zwar nicht, aber der Katalog bot natürlich wieder viele schöne Sets.

Kennt Ihr noch diese minimalistischen Duplo-Figuren? Sie bestanden damals nur aus zwei Teilen: einem Kopf mit unterschiedlicher Kopfbedeckung und einem Unterteil, welches als Körper diente. Von Armen oder Beinen keine Spur. Die Gesichter waren jedoch bereits unterschiedlich bedruckt, was LEGO bei den Minifiguren erst einige Jahre später umsetzte. Trotz der recht einfach gehaltenen Figuren gab es doch schon einige Tiere, welche deutlich detailreicher waren als die Figuren. Und auch die Sets hatten so manches Schmankerl zu bieten.

So gab es bewegliche Windräder, eine Tanksäule, die klackerte, wenn man das Rädchen drehte oder eine Klingel, die zum Beispiel als Schulglocke diente. Und mit der Setnummer 041 gab es sogar ein Spielhaus, welches sich als Koffer zusammenklappen ließ. So konnte man sein Duplo überall hin mitnehmen, falls es mal beim Besuch der Großeltern zu langweilig wurde.

Auf den nächsten Seiten finden wir allerhand Grundbaukästen für die verschiedenen Altersklassen. LEGO unterteilte hier in die Kategorien ab 3 Jahren, ab 5 Jahren und ab 7 Jahren. Und für jede Kategorie wurde hier für die Eltern erklärt, worauf die Kleinen alterstypisch so ihren Fokus setzten. Bei den Sets für die ganz jungen waren die Minifiguren noch ganz einfach gehalten (z.B. Setnummer 366). Bei den Sets ab 5 Jahren finden wir unter anderem das Set 980: den Motor zum Aufziehen. Diese Technik bzw. dieses Set feierte 1981 ihre Premiere in der LEGO-Welt.

Damit konnte man quasi jedes LEGO-Modell durch sein Kinderzimmer sausen lassen. Und für die Älteren gab es das Ganze dann sogar schon batteriebetrieben (Setnummer 107). Ein 4,5 Volt Motor erweckte hier die Sets zum Leben. Der Batteriekasten war mit dem Motor über ein dünnes Spiralkabel verbunden, quasi als erstes ferngesteuertes LEGO-Auto.

Wenn wir weiterblättern, finden wir die Themenreihe LEGO Fabuland, was damals den Übergang von Duplo in die klassische LEGO-Kollektion schaffen sollte. Die Minifiguren stellten verschiedene Tiere da. Sie hatten auch schon bewegliche Arme und Beine. Die Steine waren einfach gehalten und konnten mit den standardmäßigen LEGO-Steinen kombiniert werden. Und aus den Sets ließ sich ein schönes kleines Stadtzentrum zusammenbauen. Sogar eine Art Sammelfiguren-Serie gab es hier. So konnte man sein Fabuland mit sechs verschiedenen Sets erweitern. Die verschiedenen Figuren stellten unterschiedliche Tiere dar und hatten jeweils immer noch ein Accessoire bei sich. So gab es einen Briefträger mit passendem Briefkasten oder eine Schafmama mit ihrem Kinderwagen. Wenn Ihr noch ein bisschen mehr über diese Themenreihe erfahren möchtet, dann schaut gerne in den aktuellen Artikel zu Minifigur der Woche von Thomas vorbei (#MdW).

Und weiter geht’s mir den „City“-Sets.

Hier gab es einige kleine Fahrzeuge, mit denen sich die LEGO-Stadt sehr gut bespielen ließ. Und damals gehörten Shell und LEGO natürlich fest zusammen. Es gab einige Autos und Gebäude mit den entsprechenden Aufdrucken. Am gelungensten finde ich hier die Feuerwehr und die Polizeistation, welche in diesem Bereich auch die größten Sets sind.

Auf der nächsten Seite findet sich dann DER Klassiker schlechthin: Die gelbe Ritterburg (375). Heute noch von vielen geliebt und in einem kleinen Set zum 60. Geburtstag des LEGO-Steins sogar nochmal im Miniaturformat aufgelegt (ein bisschen Angeberwissen für zwischendurch… ;-))

Der Grund, warum die Burg damals in Gelb aufgelegt wurde, war, dass LEGO so verhindern wollte, dass Kinder aus grauen Steinen Kriegsmodelle bauen könnten. Naja, irgendwann brachte LEGO dann auch mal graue Burgen heraus. Dazu gesellten sich noch ein kleines Ritter Minifiguren Set (677) und ein Ritterturnier mit baubaren Pferden. Nicht ganz passend auf dieser Seite, aber dennoch ziemlich cool, sind das schwimmende Polizei- (314) und das Feuerlöschboot (316). Warum es bei den Rittern aufgeführt wird? Keine Ahnung!

Links das Original-Set (375) und Rechts die Miniatur Burg aus dem Set 40290

Jetzt geht’s hoch hinaus.

Auch 1981 gab es schon einige Space Sets und eines davon ist auch wieder ein echter Klassiker: Das Set 928, der Raumkreuzer mit Funkzentrale ließ damals schon Kinderherzen höherschlagen und ist übrigens auch eines der Lieblingssets von Kjeld Kirk Kristiansen (Enkel des LEGO-Gründers und ehem. CEO). Besonders cool hierbei ist, dass man mit dem Mini-Auto in das Raumschiff fahren kann. Die gelben Trans-clear-Steine, die sehr häufig in den Sets verbaut wurden, erinnern mich auch heute noch jedes Mal an die alten Space-Sets von damals. Geht es Euch auch so?

Vom Weltall zurück auf die Erde. Es gab damals auch Puppenhäuser zum Selberbauen. Drei Hauptsets und drei Erweiterungssets gab es zu dieser Zeit. So konnte man es sich mit seinen LEGO-Puppen in einem Reihenhaus gemütlich machen, seine Puppen zum Arzt bringen oder mit ihnen ins Kosmetikstudio gehen. Für diese Reihe wurden extra Figuren angefertigt. Die Köpfe erinnern mich allerdings eher an Playmobil Figuren. Und auch die Hände sehen ziemlich schräg aus.

Was ich persönlich ein wenig vermisse, sind die Steineboxen von damals. Heute kauft man eine große Box mit bunt gemischten Steinen, doch damals konnte man sich eine kleine Box mit nur einer Farbe kaufen. So hatte man immer das gerade Passende für seine LEGO-Welt parat. 

Der Fokus der Dänen lag in diesem Katalog aber wohl ganz klar auf den Eisenbahnen – oder warum verteilen sich die Sets hier auf drei Doppelseiten? Da blieb wohl kein Wunsch offen. Es gab moderne Personenzüge, Dampfloks, einen Kranwagen, Schranken und Bahnhöfe. Der Schriftzug der besagten Tankstelle durfte hier natürlich auch nicht fehlen. Gerade die damalige Vielfalt der Eisenbahnen begeistert mich heute noch. Es gab natürlich fertige Züge in einem Set, aber man konnte sich genauso gut seinen eigenen Zug aus verschiedenen Sets zusammenbauen. Natürlich ließ sich das Ganze auch motorisieren und wie man auf einem der Bilder erkennen kann, gab es hier auch Einiges zu beleuchten. Auch wenn ich eigentlich kein großer Zug-Fan bin, ich bleibe dabei… LEGO braucht mehr Züge!

Die Technic-Modelle konnten damals natürlich noch nicht die Feinheiten bieten, wie es heute der Fall ist, aber an Spielspaß mangelte es auch hier nicht. Vor allem der Kranwagen (855) mit ausfahrbarem Arm und der Bulldozer (856) mit Kettenrädern gefallen mir ziemlich gut. Das Set 8860 sollte wohl als Grundgerüst dienen und konnte mit den Technic-Ergänzungssets auf der Folgeseite zu dem Auto werden, welches man sich wünschte. Aber das Grundgerüst konnte schon einiges. Eingebaut wurden hier eine Zahnstangen-Lenkung, ein Differential, eine Federung und eine Gangschaltung. Selbst die Sitze ließen sich zu allem „Überfluss“ auch noch verstellen.

Zur guter Letzt möchte ich Euch noch meine persönliche TOP 5 aus diesem Katalog vorstellen und dabei auch ein bisschen auf die heutigen Werte schauen und wie diese alten Sets noch verfügbar sind. Eines vorweg: die meisten Sets bekommt man leider nicht mehr original verpackt.

Zwei Sets, die auf jeden Fall dabei sein müssen: Einmal die 375 (die Gelbe Ritterburg) und dann natürlich auch die 928 (der Raumkreuzer). Mit ganzen 14 Minifiguren und 706 Teilen machte die Ritterburg schon damals einiges her. Neu lässt sich das gute Stück aber eigentlich nicht mehr kaufen. Laut Bricklink hat aber wohl in der Vergangenheit ein einziger Verkauf eines neuen Sets stattgefunden und dieser spülte stolze 6.985,04 Euro in die Kasse des glücklichen Verkäufers. Ein Traum für jeden Investor unter uns. Gebraucht bekommt Ihr das Set für ca. 189 Euro. Wobei viele Sets nicht vollständig sind. Für ein komplettes Set könnt Ihr also noch ein paar Euro draufrechnen. Bei dem sagenumwobenen Raumkreuzer lässt sich kein einziger Verkauf eines neuen Sets finden. Der Durchschnittspreis für ein gebrauchtes Set liegt bei Bricklink um die 150 Euro. Natürlich hat es auch ein Eisenbahn-Set in meine TOP 5 geschafft. Und zwar die 7750, die elektrische Schnellzuglokomotive. Auch hier könnt Ihr „nur“ gut erhaltene gebrauchte Sets finden. Dafür müsst Ihr allerdings auch schon ca. 400 Euro auf den Tisch legen. Dann möchte ich hier noch eins der Schiffe nennen, welches im Katalog ja bei den Rittern gelandet war. Die 316, das Feuerlöschboot. Der Preis bei diesem Set hat mich allerdings doch etwas überrascht. So bekommt ihr dieses gebraucht für durchschnittlich 22 Euro. Wie schon bei den anderen Sets, findet man auch hier kein Set in OVP. Zu guter Letzt möchte ich noch das Set 7861 nennen, das Beleuchtungsset für Loks. Einfach aus dem Grund, da ich mir mehr Beleuchtung in dem ein oder anderen LEGO-Set wünschen würde und mich die Sets der Drittanbieter teilweise in den Wahnsinn treiben. Und hier könnt Ihr für ca. 45 Euro sogar ein neues Set erstehen oder ein gebrauchtes für etwa 26 Euro.

Sooo…

Das war es dann auch schon wieder mit unserer kleinen Reise in die Vergangenheit. Ich hoffe, Ihr hattet auch diesmal wieder Spaß beim Lesen und Ihr wisst ja, lasst gern Euer Feedback da.

2 thoughts on “Eine Reise in die LEGO-Vergangenheit

  • 28. Januar 2021 um 0:40
    Permalink

    Wow! Was für eine tolle Überraschung während ich gerade etwas sinnverloren, morgens um zwanzig vor eins durch die weiten des Internets streife! Herzlichen Dank! <3

  • 28. Januar 2021 um 4:40
    Permalink

    Wieder ein schöner Artikel. Alle Daumen Hoch.

    Und dem lieben Lars alles erdenklich gute zum 40ten.

    Lass dich heute schön Feiern. Auf die nächsten 40.

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