#MdW (50): Michse wieder da! - Der Spielwaren Investor - spielend reale Rendite

#MdW (50): Michse wieder da!

In der 50. Folge unserer kleinen Rubrik Minifigur der Woche (#MdW) soll es um eine besondere Minifigur gehen. Dabei ist sie weder besonders wertvoll, noch besonders detailliert. Sie steht aber für eine der größten Umbrüche bei den LEGO Minifiguren und verdient daher besondere Aufmerksamkeit.

Mit der Veröffentlichung der ersten Star Wars Sets veränderte sich die Welt der Minifiguren für immer. Star Wars war 1999 das erste Lizenzthema – und für LEGO war es ein großes Experiment. Konnten Sets, die auf dem neuesten Film Episode I – The Phantom Menace basieren, erfolgreich sein? Konnte LEGO durch ein Lizenzthema neue Kunden gewinnen? Heute wissen wir, dass LEGO Star Wars eine Erfolgsgeschichte war und noch immer ist.

Jar Jar Binks

Wenn man an an den ersten Teil der Prequels denkt, denkt man unweigerlich an Jar Jar Binks. Wohl kaum eine andere Figur aus dem Star Wars Universum war so umstritten. Und Star Wars Fans sind alles andere als einfach. Dies bekam der Schauspieler Ahmed Best hautnah zu spüren. Best verkörperte den unbeliebten CGI-Charakter. Der Shitstorm, den er dafür erntete, stürzte ihn in eine ernsthafte Krise. Best erhielt Todesdrohungen, dachte an Selbstmord. George Lucas reagierte auf die Unbeliebtheit der Figur, erklärte sie in Episode II und III zur Nebenfigur.

Doch welche Rolle spielt Jar Jar Binks in den Prequels? Jar Jar war ein männlicher Gungan vom Planeten Naboo. Er fiel vor allem durch seine Ungeschicklichkeit und die verdrehte Grammatik auf, weshalb man ihn oft nicht ernst nahm. Dennoch war er loyal gegenüber seinen Freunden und versuchte, immer das Richtige zu tun.

Als über Jar Jars Heimatplaneten eine Blockade von der Handelsföderation errichtet wurde, schaltete sich die Republik ein, indem sie die Jedi Qui-Gon Jinn (gespielt von Liam Neeson) und Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) entsendete, um eine Einigung zu erlangen. Da die Föderation jedoch einen Krieg beabsichtigte, mussten sie auf den Planeten fliehen, wo sie auf Jar Jar trafen. Dieser half ihnen, das Volk der Naboo und die unter Wasser lebenden Gungans zu vereinen, damit sie gemeinsam gegen den Feind vorgingen. Er wurde zum General der Gungan-Armee ernannt, die die Streitkräfte der Föderation ablenken sollte, während eine Gruppe der Naboo den Palast der Hauptstadt Theed einnahmen.

Dieser Vorfall sollte jedoch nur der Beginn eines jahrelangen Kriegs zwischen der Republik und der neu entstandenen Konföderation unabhängiger Systeme sein. Als die Republik ihre Klonarmee einsetzte, um den feindlichen Truppen entgegenzuwirken, wurde die einst so friedliche Galaxis ins Chaos gestürzt. Jar Jar trat als Abgeordneter an der Seite von Senatorin Padmé Amidala in den Galaktischen Senat ein, um dabei zu helfen, Recht und Ordnung wieder herzustellen. Da er den Jedi bereits bekannt war, wurde er oft mit Missionen außerhalb von Coruscant betraut, meistens an der Seite eines erfahrenen Senators oder Jedi.

Als die Klonkriege zu Ende gingen und die Republik durch das Galaktische Imperium, welches der Oberste Kanzler Palpatine ausrief, abgelöst wurde, musste Jar Jar miterleben, wie sein einstiger Freund Anakin Skywalker zur Dunklen Seite der Macht überlief und den Jedi-Orden im Auftrag Palpatines vernichtete, um dessen Kontrolle über die Galaxis zu sichern. Dabei tötete Anakin auch seine Frau Padmé Amidala, da er glaubte, dass diese ihn verraten hätte. Jar Jar kehrte nach Naboo zurück, um sie zu bestatten und trauerte um sie (für eine detailliertere Darstellung des Charakters verweise ich wieder auf Jedipedia).

Eine revolutionäre Minifigur

Jar Jar Binks mag ein unbeliebter Charakter gewesen sein. Die Minifigur eröffnete aber ungeahnte Möglichkeiten. Und sie erschien gleich in fünf Sets. Eines der ersten Sets war Naboo Swamp (7121). Das Set enthielt zwei Kampfdruiden, eine Minifigur von Qui-Gon Jinn (damals noch mit gelbem Kopf und gelben Händen) und die Minifigur von Jar Jar Binks.

Naboo Swamp (7121) von 1999 (Quelle: brickset.com)

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Minifigur von Jar Jar Binks nicht wie eine gewöhnliche Minifigur aussieht. Dabei ist nicht nur die Farbe des Kopfes ungewöhnlich. Tatsächlich war Jar Jar die erste Minifigur in der Geschichte von LEGO, die ohne den runden Standardkopf daherkam. Für den Kopf entwickelte LEGO also erstmals ein neues Kopfteil. Bedruckt war dieses noch nicht, revolutionär war es dennoch. Betrachten wir die Minifigur genauer, fällt auf, dass sie über einen simplen Druck auf der Vorderseite des exklusiven sandfarbenen Torsos verfügt. Die Beine in dunkelgrau sind einfarbig und damit unspektakulär.

Die Unbeliebtheit des Charakters macht sich dann auch im Preis bemerkbar. Eine 20 Jahre alte Minifigur kostet bei BrickLink neu etwa 8 Euro, gebraucht liegt sie bei 4 Euro. Auch hier besteht also die Möglichkeit, für wenig Geld ein Stück LEGO Geschichte zu erwerben.

2011 erschien übrigens noch eine Version von Jar Jar Binks mit bedrucktem Kopf. Diese tauchte erstmals in dem Set The Battle of Naboo (7929) auf. Der Torso wirkt genauso lieblos gestaltet wie schon bei seinem Vorgänger. Die Hose ist auch hier einfarbig. Diese Minifigur ist bei BrickLink mit 9 Euro etwas teurer. Gebraucht liegt sie bei ebenfalls etwa 4 Euro.

The Battle of Naboo (7929) von 2011 (Quelle: brickset.com)

Welchen Bezug habt ihr zu LEGO Star Wars und zu den Anfängen im Besonderen? Hattet oder habt ihr noch Sets von 1999? Schreibt es in die Kommentare!

5 thoughts on “#MdW (50): Michse wieder da!

  • 14. Juni 2021 um 15:57
    Permalink

    Hallo

    Sehr schöner Artikel auch wenn ich mich über eine Erwähnung des Mouldes gefreut hätte der für die damalige Zeit sehr fortschrittlich war.

    Liebe Grüße Tom

  • 14. Juni 2021 um 16:05
    Permalink

    Hab‘ ich doch… Grüße zurück!

  • 14. Juni 2021 um 17:56
    Permalink

    Oh überlesen 😅

  • 17. Juni 2021 um 20:56
    Permalink

    Was ich fand Jar Jar Binks irgendwie immer niedlich wenn der so unbeliebt ist müsste ich mal an eine Figur rankommen obwohl ich kein Star Wars sammel 😅

  • 17. Juni 2021 um 21:15
    Permalink

    Viel Geld musst du dafür nicht ausgeben. 😉

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