#MdW (55): Size doesn't matter. - Der Spielwaren Investor - spielend reale Rendite

#MdW (55): Size doesn’t matter.

Unsere heutige Minifigur der Woche (#MdW) stammt einmal mehr aus dem Marvel-Universum. Der Charakter erschien erstmals 1962 und ist heute ein Teil des Marvel Cinematic Universe (MCU). Wie es auch bei vielen anderen Comicfiguren der Fall ist, wurde auch diese in den letzten Jahrzehnten immer wieder neu erfunden. Um herauszufinden, auf welcher Version die hier vorgestellte Umsetzung von LEGO basiert, wollen wir uns zunächst etwas mit der Entstehungsgeschichte beschäftigen.

Die Comicvorlage

Tales to Astonish #27 von 1962 (Quelle: marvel.fandom.com)

1962 hatte eine Comicfigur ihren ersten Auftritt, die bis heute von vier verschiedenen Personen verkörpert wurde. Die Rede ist von Ant-Man. Die erste Person, die in die Rolle des Superhelden geschlüpft ist, ist Dr. Henry Pym. Pym ist ein Biophysiker, der eine chemische Substanz entdeckt, mit der er seine Größe variieren kann. Diese Figur wurde von Stan Lee, Larry Lieber und Jack Kirby geschaffen und sie hatte ihren ersten Auftritt in dem Comicheft Tales to Astonish #27. Die Zeichner entwarfen sie mit einem roten Superheldenkostüm mit einem auffälligen silbernen Helm. Er enthält Antennen und ein Mundstück, mit dem er telepathisch und verbal mit Ameisen kommunizieren kann. In späteren Ausgaben wurde ausgeführt, dass die chemische Substanz sogenannte Pym-Partikel enthielt, die mit einer anderen Dimension verbunden sind. Pym startete mit dieser Entdeckung eine Superheldenkarriere, zuerst als Ant-Man und später als Giant-ManGoliath und Yellowjacket.

Pym und seine spätere Frau, Janet van Dyne, wurden zu Gründungsmitgliedern der Avengers, doch eine Reihe von Selbstzweifeln und daraus resultierende, schwerwiegende Fehler ließen Pym für eine Zeit lang aus den Reihen der Avengers ausscheiden. Die Identität des Ant-Man überließ Pym dem ehemaligen Dieb und Elektrotechniker Scott Lang, der einst den Anzug stahl, um seiner todkranken Tochter zu helfen, und seitdem zu einem hochgeschätzten Mitglied der Marvel-Superheldenwelt avanciert ist. Lang erhielt sein Debüt 1979 in den Comics The Avengers #181 und Marvel Premiere #47.

Der dritte Ant-Man war Chris McCarthy. Er wurde von Robert Kirkman und Phil Hester geschaffen und hatte seinen ersten Auftritt 2006 in Irredeemable Ant-Man #1. McCarthy war zuvor Agent von S.H.I.E.L.D. Zusammen mit Eric O’Grady wurde er beauftragt, Dr. Hank Pyms Labor zu schützen. Als Pym das Labor verlassen will, schlägt Eric O’Grady ihn bewusstlos. Beide finden dann den Ant-Man-Anzug, den Chris McCarthy direkt ausprobiert und auf Ameisengröße schrumpft. Bei einem Angriff durch Hydra wird McCarthy später getötet und der Anzug geht an seinen Freund und Kollegen O’Grady.

Marvel Cinematic Universe

2015 wurde Ant-Man als zwölfter Film des Marvel Cinematic Universe für das Kino umgesetzt. Die Handlung bedient sich verschiedener Charaktere und Handlungsstränge aus den Comics, weicht aber an vielen Stellen davon ab. 1989 entdeckt der Physiker Henry Pym (gespielt von Michael Douglas) die nach ihm benannten Pym-Partikel. Als er herausfindet , dass S.H.I.E.L.D. seine größte Entdeckung zu replizieren versucht, quittiert er wütend den Dienst und gründet seine eigene Firma. Sein ehemaliger Assistent Darren Cross (Corey Stoll) und seine Tochter Hope (Evangeline Lilly) drängen ihn jedoch aus der Firmenleitung in den Ruhestand. Seitdem versucht Cross, die Pym-Partikel wiederzuentdecken, um den von ihm entwickelten Kampfanzug Yellow Jacket als neues Waffensystem für die Schrumpfung von Soldaten zu vermarkten. Viele Jahre später wird Scott Lang (Paul Rudd) nach einer langjährigen Haftstrafe wegen Einbruchs aus dem Gefängnis entlassen. Er kommt bei seinem ehemaligen Zellengenossen und Freund Luis unter, doch wegen seines Strafregisters wird ihm die Chance auf einen ehrlichen Neuanfang verwehrt. Seine Ex-Frau Maggie und ihr neuer Verlobter verweigern Scott jeglichen Umgang mit seiner kleinen Tochter Cassie, weil er keinen Unterhalt zahlt. In seiner Verzweiflung nimmt Scott Luis’ Vorschlag an, in das Haus eines alten Mannes einzubrechen, in dem eine lohnende Beute locken soll. Doch im Safe des Hauses findet Scott keine Wertsachen vor, sondern etwas, das wie ein alter Motorradanzug aussieht.

Am nächsten Morgen untersucht Scott den Anzug, legt ihn probeweise an und aktiviert dabei eine Funktion, die ihn plötzlich auf die Größe eines Insekts schrumpfen lässt. Von der anschließenden Irrfahrt durch eine für ihn überdimensional wirkende Welt traumatisiert, bringt er den Anzug zurück, wird aber gleich darauf von der Polizei verhaftet. Pym besucht ihn im Gefängnis und bietet ihm die Chance, sich in den Augen seiner Tochter zu rehabilitieren. Scott nimmt das Angebot an und flüchtet mit dem Schrumpfanzug und der Hilfe einiger Ameisen aus der Zelle. Er kommt bei Pym und Hope unter, die sich zaghaft wieder zu versöhnen versuchen. Von ihnen erfährt Scott, dass Pym den Diebstahl des Anzugs arrangiert hat, um Scott zu testen. Pym hat vor, Cross’ Forschung zu sabotieren, um zu verhindern, dass aus seiner Erfindung eine Waffe gemacht wird. Zu diesem Zweck soll Scott mit dem Schrumpfanzug und einer weiteren Erfindung von Pym, die ihm die Kommunikation mit Ameisen ermöglicht, in das Gebäude von Cross Technological Enterprises eindringen und dort sämtliche Elemente des Waffenprojekts vernichten.

2018 folgte dann die Fortsetzung Ant-Man and the Wasp. In diesem Teil steht die Suche nach Pyms Frau und Hopes Mutter Janet (Michelle Pfeiffer) im Mittelpunkt, die einst im subatomaren Raum verloren ging. Dabei bekommt es zur Auseinandersetzung mit einem mächtigen Gegner namens Ghost.

Die Umsetzung von LEGO

Zum ersten Kinofilm von 2015 erschien genau ein Set mit dem Namen Ant-Man Final Battle (76039). Es enthielt Minifiguren von Ant-Man, Hank Pym und dem Kampfanzug Yellow Jacket. Neben den Minifiguren sind eine riesige Ameise mit Flügeln, einige gebaute LEGO-Steine, Schrauben und Spinnen enthalten. Zudem enthielt das Set ein transparentes Teil, mit dem Ant-Man einen Super Jumper ausführen konnte. Das Set enthielt 183 Teile und kostete damals 24,99 Euro. Bei eBay kostet das Set heute 70 Euro.

Ant-Man Final Battle (76039) von 2015 (Quelle: brickset.com)

Zur Fortsetzung von 2018 erschienen zwei Sets, eines jedoch ausschließlich auf der San Diego Comic Con. Das exklusive Set trägt den Titel Ant-Man and The Wasp (75997) und zeigt eine überdimensionale Büste von Ant-Man neben einer Minifigur von The Wasp. Das Set enthielt 218 Teile und wird heute bei BrickLink neu nicht unter 170 Euro angeboten. Sollte dir das Set gefallen, solltest du angesichts des hohen Preises vielleicht ein Rebrick in Betracht ziehen (die Anleitung gibt es hier), zumal das Set keine bedruckten Teile enthält und die Minifigur von The Wasp noch in einem anderen Set vorkam.

Ant-Man and the Wasp (75997) von 2018 (Quelle: brickset.com)

Das zweite Set, das auch regulär im Handel erhältlich war, trägt den Namen Quantum Reals Explorers (76109). Es enthielt eine neue Minifigur von Ant-Man, die besagte Minifigur von The Wasp und eine Minifigur von Ghost. Das Set enthielt 200 Teile und kostete 24,99 Euro. Auch dieses kleine Set konnte seinen Wert gut steigern. Bei eBay zahlt man heute zwischen 40 und 50 Euro dafür.

Quantum Realm Explorers (76109) von 2018 (Quelle: brickset.com)

Eine dritte Minifigur von Ant-Man erschien noch 2019 in dem Set War Machine Buster (76124). Diese Minifigur ist aber nur am Helm zu erkennen, da sie den für die Avengers typischen weißen Jumpsuit trägt. Der Helm ist hier lediglich bedruckt und nicht dual molded wie es bei den anderen beiden Minifiguren der Fall ist. Für mich ist diese Minifigur recht unspektakulär, soll der Vollständigkeit halber aber erwähnt werden.

War Machine Buster (76124) von 2019 (Quelle: brickset.com)

Die Minifigur

Ich habe für eine nähere Betrachtung die Minifigur von 2018 ausgewählt, weil sie in meinem Besitz ist. Deutlich wertvoller ist allerdings die Minifigur von 2015. Diese bringt es bei BrickLink neu auf etwa 29 Euro, wo hingegen die nachfolgende Minifigur bei 18 Euro liegt. Betrachten wir die Minifigur genauer: Der dual-molded Helm ist identisch mit dem der ersten Ant-Man-Minifigur. Mir gefällt die Kombination aus dem silbernen Helm und dem rot-transparenten Visor ausgesprochen gut. Der Kopf mit Wendegesicht ist keineswegs exklusiv. So teilt sich Ant-Man diesen Kopf beispielsweise mit Peter Parker, Lucian Bole oder Zach Mitchell. Der beidseitig rot- und silberbedruckte Torso ist exklusiv, ebenso die bedruckte Hose.

Mir gefällt die Minifigur von Ant-Man, zumal sie Bestandteil eines der ersten Sets war, das ich im magischen LEGO Laden von Lars gekauft habe. Wie gefällt euch die Minifigur von Ant-Man? Und welchen Bezug habt ihr zu den Filmen bzw. den Comics? Schreibt es in die Kommentare!

3 thoughts on “#MdW (55): Size doesn’t matter.

  • 20. Juli 2021 um 7:00
    Permalink

    Wenn man sich was wünschen kann: Der blaue Admiral/Goveneur aus der ersten Piratenserie. Glaube Caribian Clipper

  • 20. Juli 2021 um 13:55
    Permalink

    Ich mag die Filme und auch die Figur. Bevor die MCU Filme rauskamen kannte ich den Charakter nicht. Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich die baubare Riesen Ant-Man Figur aus 76051 damals nicht gekauft habe.
    Idee für eine der nächsten Folgen: Lego Zombies. Ich weiß dass es mehrere gab, aber ich fänd es cool wenn die schönste(n) mal zusammengetragen würden. Ich mag Sally aus der Disney Minifiguren Serie, aber es gab defintiv noch weitere.

  • 20. Juli 2021 um 15:06
    Permalink

    Vielen lieben Dank für die Anregungen! Ich werde mal sehen, was ich daraus machen kann…

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