#MdW (59): John Reid - Der Spielwaren Investor - spielend reale Rendite

#MdW (59): John Reid

Dass ein Budget von 250 Millionen US-Dollar, ein erfolgreicher Regisseur und eine prominente Besetzung noch lange keinen kommerziellen Erfolg für einen Kinofilm bedeuten müssen, zeigt der Film The Lone Ranger von 2013. Tatsächlich gilt der Film aufgrund der mäßigen Einspielergebnisse, der hohen Produktionskosten und der zum Teil verheerenden Kritiken heute als enormer Misserfolg. Doch wer konnte das vorhersehen? LEGO ganz offenbar nicht. Zumindest kann man der Firma aus Billund keinen Vorwurf dafür machen, dass sie Sets zu eben diesem Film auf dem Markt brachten. Oder etwa doch? Beginnen wir mit dem Film.

Lone Ranger

Lone Ranger ist ein US-amerikanischer Westernfilm aus dem Jahr 2013, der auf der gleichnamigen Radiosendung von 1933 und der späteren Fernsehserie The Lone Ranger (1949 bis 1957) basiert. Regie führte Gore Verbinski, der sich unter anderem für die ersten drei Teile der Fluch der Karibik-Reihe verantwortlich zeigt. Produziert wurde der Film von Jerry Bruckheimer Films und der Walt Disney Company. Johnny Depp und Armie Hammer spielten die Hauptrollen. Klingt doch alles recht vielversprechend. Dennoch konnte der Film das Publikum und die Kritiker nicht überzeugen. Bei Produktions- und Marketingkosten von mindestens 375 Millionen US-Dollar spielte der Film bis zum 10. Oktober 2013 weltweit nur etwa 260 Millionen US-Dollar ein. 2014 war der Film für sechs Goldene Himbeeren nominiert, von den denen der Film eine in der Kategorie Schlechtestes Prequel, Remake oder Fortsetzung gewann. Bei Rotten Tomatoes konnte der Film nur 30% der KritikerInnen und 51% der ZuschauerInnen überzeugen. Doch worum geht es beim Lone Ranger eigentlich?

Der Film spielt in Nordamerika Ende der 1860er Jahre, als durch den Wilden Westen die ersten Eisenbahnlinien gebaut wurden, welche Ostküste und Westküste verbinden sollten. Eine der Bahnlinien ist auf einer Route geplant, die um ein den Indianern vertraglich zugesichertes Gebiet herumführt und damit erheblich teurer wäre, als eine Route quer durch das Indianergebiet.

Der die Bauarbeiten leitende Manager der Eisenbahngesellschaft Latham Cole beabsichtigt, die Farmer aus der Umgebung von seinem Bruder Cavendish und seiner Gang töten und deren Farmen niederbrennen zu lassen, um die Taten den Indianern in die Schuhe zu schieben, was wiederum die US-Kavallerie dazu bewegen soll, die Indianer zu vertreiben. Allerdings wurde Cavendish wegen vorhergehender Verbrechen gefangen genommen. Auf dem Weg zu seiner Hinrichtung am Ort der Eisenbahnbauarbeiten gelingt ihm die Flucht. Eher zufällig treffen der Indianer Tonto und der junge Staatsanwalt John Reid am Ort der Eisenbahnbauarbeiten ein, wo der Staatsanwalt sich seinem Bruder Dan Reid und den anderen Rangern anschließt, die den entlaufenen Verbrecher Cavendish wieder einfangen wollen. Dan ernennt seinen Bruder John zum Ranger und übergibt ihm den Stern ihres verstorbenen Vaters.

Bei der Verfolgung von Cavendish und seiner Bande geraten die Ranger durch den Verrat eines Reiters dann in einen Hinterhalt. Die Heckenschützen von Cavendish schießen alle Ranger und den unbewaffneten John Reid nieder. Dieser scheint jedoch als einziger nicht tödlich getroffen, sondern lediglich schwer verletzt worden zu sein. Als Tonto die toten Ranger findet und sie beerdigen will, wird John Reid von einem angeblich mit spirituellen Kräften ausgestatteten weißen Pferd ausgewählt, das den Indianern heilig ist. Dies veranlasst Tonto dazu, Johns Leben zu retten. Der Indianer, der sich für seine toten Stammesbrüder an Cavendish rächen und diesen töten will, sowie der junge Staatsanwalt, der weitere Verbrechen von Cavendish verhindern, ihn verhaften und anklagen will, werden zwar keine Freunde, gehen jedoch ein Zweckbündnis ein, um ihre jeweiligen Ziele zu verfolgen. Tonto rät Reid, sich zu maskieren, damit die Verbrecher in dem Glauben bleiben, ihn zusammen mit den Rangern getötet zu haben. Das ist die Geburtsstunde des Lone Ranger.

Die Sets

Parallel zum Kinostart veröffentlichte LEGO insgesamt 8 Sets – natürlich alle im Western-Stil. Das ist insofern bemerkenswert, dass die letzten Western-Sets (unter anderem mit dem legendären Fort Legoredo) bei LEGO bereits 2002 erschienen. Unter den Sets befand sich mit dem Constitution Train Chase (79111) auch ein bemerkenswerter Zug mit zahlreichen Spielfunktionen und insgesamt sieben Minifiguren. Der Zug, der auch heute noch in jede Western-Stadt passen würde, erschien mit 699 Teilen zu einer UVP von 99,99 Euro. Auf dem Zweitmarkt zahlt man für ein ungeöffnetes Set heute 250 Euro.

Constitution Train Chase (79111) von 2013 (Quelle: brickset.com)

Ebenso viel Spielwert versprach (neben einigen kleineren Sets) das zweitgrößte Set der Reihe Silver Mine Shootout (79110). welches 644 Teile und fünf Minifiguren enthielt und für 79,99 Euro erschien. Dieses Set liegt heute bei etwa 130 Euro, womit es den Preis nicht so stark steigern konnte, wie es beim Zug der Fall ist.

Silver Mine Shootout (79110) von 2013 (Quelle: brickset.com)

Die Minifigur

Im Mittelpunkt soll heute der Lone Ranger himself stehen. Von ihm gab es zwei verschiedene Ausführungen. Die seltenere lag nur dem Set Silver Shoot Out (79110) bei. Die Minifigur ist neu bei BrickLink trotzdem für gerade mal 5 Euro zu haben. Die andere Version kam in insgesamt sechs Sets vor, unter anderem in dem oben genannten Constitution Train Chase (79111). Entsprechend ist sie mit 4 Euro noch etwas günstiger zu haben. Betrachten wir diese Minifigur etwas genauer.

Auf dem Kopf sitzt stilecht ein Cowboy-Hut, den es in weiß tatsächlich nur beim Lone Ranger gibt. Das Gesicht mit der Maske ist exklusiv, ebenso der beidseitig bedruckte schwarze Torso mit Jacke, Weste und Sherriff-Stern. Auf der Vorderseite der braunen Beinen finden wir die Fortführung der Jacke und Weste in Form eines Drucks vor. Auch das Beinteil ist damit exklusiv.

Ich glaube, ich hätte als Kind mit dieser Minifigur und den dazugehörigen Sets viel Spaß haben können. Mit Säbel wäre diese Minifigur vielleicht auch als Zorro durchgegangen. Was haltet ihr von der Reihe? Vermisst ihr das Western-Thema? Schreibt es in die Kommentare!

3 thoughts on “#MdW (59): John Reid

  • 16. August 2021 um 8:53
    Permalink

    Die Sets sehen, für Kinder, echt super aus.
    Den Film habe ich gar nicht gesehen, deswegen packt mich das nicht so. Die Figur ist ganz nett – als die kleine Schwester von… 😉
    Aber für einen Zorro gibt der Kopf guten Input 😀

  • 16. August 2021 um 15:44
    Permalink

    Find den Zug mit der Gatlin Gun bemerkenswert 😅

  • 16. August 2021 um 21:33
    Permalink

    Hallo Thomas, vielen Dank für den Tollen Artikel!

    Ich finde die Lone Ranger Sets richtig gut! Eine echt coole LEGO Western Reihe. Mit fehlt insgesamt das Western Thema bei LEGO. Und um ehrlich zu sein fand ich auch den Lone Ranger Film gar nicht Mal so schlecht.

    Beste Grüße,
    Flix – Bricks

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