Eine Reise in die LEGO-Vergangenheit - Der Spielwaren Investor - spielend reale Rendite

Eine Reise in die LEGO-Vergangenheit

Ich möchte Euch heute mit in die Vergangenheit von LEGO nehmen und mit Euch gemeinsam einmal einen alten LEGO-Katalog durchstöbern.

Für den einen oder anderen wird es sicherlich eine aufregende Reise in die Kindheit werden und für die zu jungen unter uns oder die, die nur ab und an ein bisschen im LEGO-Universum unterwegs sind, wird es einfach ein kleiner, aber feiner Ausflug in eine andere LEGO-Zeitrechnung.

Für diesen Artikel möchte ich Euch mit in mein Geburtsjahr nehmen und ja – damit klammere ich zwar meine Kindheit aus, aber ich finde es spannend, einmal zu sehen, was im Jahr meiner Geburt so alles da war. Und für diejenigen unter Euch, die zu diesem Zeitpunkt zwischen 6 und 12 Jahre alt waren (oder sogar noch älter), wird es hoffentlich an mancher Stelle einen Aha-Moment geben. Und vielleicht landet Ihr sogar nach dem Lesen bei eBay oder Bricklink, um euch eines eurer alten Kindheitssets zurück zu holen. Nach dem Motto „Zurück in die Zukunft“.

Also… Wir schreiben das Jahr 1989 und LEGO bringt, wie heute auch, einige neue Sets auf den Markt. Zum Beispiel die DUPLO Autowerkstatt, die komplette erste Wave der LEGO Piraten Serie, eine Formel 1-Boxengasse oder die Galax-Police Serie. Um nur mal ein paar Sets und Serien zu nennen. Insgesamt kann man sagen, dass 1989 das Portfolio von LEGO schon stark gewachsen ist.

Auf dem Cover wird direkt die neue Serie der Piraten vorgestellt – und auch Käpt’n Rotbart. Da der bärtige Typ und ich also dasselbe Baujahr sind, erklärt sich vielleicht so meine Affinität zu dem wilden Seeräuber.

Das Inhaltsverzeichnis lässt erkennen, dass LEGO hier die Sets schon klar nach Zielgruppen aufgeteilt hat. Das wird heute zwar in gewisser Art und Weise immer noch gemacht, aber nicht mehr so offensichtlich.

Was ich persönlich noch nicht kannte, mir aber direkt ins Auge sprang, ist die LEGO Fabuland-Serie. Vielleicht sagt euch diese Serie etwas, aber ich musste erst einmal Google befragen. Direkt vorweg, die Reihe hatte 1989 ihren letzten Auftritt in der LEGO-Welt und wurde im Folgejahr eingestellt. Die Sets bestanden aus größeren und einfacheren Teilen und lassen sich daher wohl am ehesten mit den heutigen 4+ Sets vergleichen. Hier gab es Sets wie eine kleine Hunde-Feuerwehrwache (Setnummer 3682) oder einen kleinen Vergnügungspark (3683).

Die gängigen Serien wurden damals mit dem Überbegriff LEGOLAND zusammengefasst und unterteilten sich dann in die neue Piraten-Serie, Burg, Stadt und Raumfahrt. Dazu gesellten sich noch LEGO DUPLO, Basic, Technic und eine separate Eisenbahn-Sparte. Gerade die zuletzt genannte wünschen sich sicher einige von Euch zurück.

Im DUPLO-Bereich hatte LEGO damals schon eine große Auswahl in den Regalen. Allein im Katalog von 1989 füllt DUPLO acht Seiten. Was mir hier ins Auge fiel, war das Set 2770: das DUPLO Spielhaus. Dieses kam mit vier Wänden, einer komplett eingerichteten Wohnung und fünf Figuren daher. Alternativ konnte man sich das Haus auch ohne Inhalt kaufen und dann individuell mit kleineren Sets ergänzen. Auch nett anzusehen ist der Bauernhof (2655) oder die bereits genannte Autowerkstatt (2657).

Im Basic-Bereich gab es einige Sets zum kreativen Bauen – und diese sind in verschiedene Themen aufgeteilt. Beispielsweise Fahrzeuge oder Häuser. Was ich vorher auch nicht kannte: das Set 895 – der LEGO Aufziehmotor mit Schlüssel. Erinnert Ihr Euch daran?

Im Themengebiet Burg hatte LEGO 1989 zwar nichts Neues zu bieten, aber was es bereits gab, war und ist einfach toll! Und um hier mal ein Zwischenfazit zu ziehen: LEGO braucht unbedingt wieder Burgen! Aber mit dieser Meinung stehe ich bestimmt nicht alleine da. Meine persönlichen Highlights hier sind die schwarze Drachenburg (6085), die Robin Hood-Baumhöhle (6054) und das Geheimquartier (6066). Toll, was damals mit deutlich weniger Möglichkeiten (da es viele Steine, die wir heute kennen, noch gar nicht gab) so alles erschaffen wurde!

Bei den Piraten starteten die Dänen direkt mit zehn neuen Sets ins Rennen, plus einem Piratenbuch inklusive zwei Minifiguren. Auch der Hai, den wir bis heute kennen, feierte in diesem Jahrgang seine Premiere. Ebenso die Kanone, mit der sich sogar eine Kanonenkugel abfeuern ließ. Man startete direkt mit zwei großen Schiffen und einer Pirateninsel. Wobei das Set 6285, die Brigantine, wohl das beeindruckendste dieser Serie ist. Es kam damals mit 845 Teilen und acht Minifiguren daher. Wer jetzt an die Ideas Barracuda-Bucht denkt, liegt gar nicht so falsch. Denn genau dieses Schiff aus den Achtzigern wurde hier neu aufgelegt. So legte LEGO also den Grundstein für eine tolle und erfolgreiche Serie, die bis 2002 produziert wurde und auch danach nochmals aufgegriffen wurde.

LEGOLAND-Stadt lässt sich ohne großes Vergleichen direkt in die heutige City-Welt übertragen. Hier findet man eine Feuerwehrwache, eine Polizeistation, einen Müllwagen und noch ganz viele andere Gebäude und Fahrzeuge. Halt alles, was eine Stadt so braucht. Damals bereits in dem einen oder anderen LEGO-Set vertreten: die Light & Sound-Funktion. 1989 gesellten sich zu den bereits bestehenden Polizei- und Feuerwehrautos (welche diese Technik verbaut hatten) ein Schaufelradlader (6481) und ein Bergungshelikopter (6482) dazu. Am Interessantesten in dieser Reihe ist für mich die Formel 1-Boxengasse (6395). Als kleiner Junge hätte ich mir eine komplette Rennstrecke durch mein Kinderzimmer damit gebaut.

Im Themengebiet Raumfahrt kamen 1989 auch einige Sets dazu. Für Aufsehen und große Augen wird hier aber eher eines der bereits bestehenden Sets sorgen: Die Nummer 6990 – der Galax-Star-Express, inklusive Motor und Lichtfunktion. Diejenigen, die sich die Monorail zurückwünschen, würden wohl genauso hier auf ihre Kosten kommen. Zumindest ich hätte neben der Rennstrecke gerne auch noch dieses Schmuckstück aufgebaut. Insgesamt gab es zu dieser Zeit ganze 28 Sets dieser Themenreihe. Damit ließ sich wohl eine ganz schön imposante Space-Welt erschaffen.

Auch in Sachen Eisenbahn hatte LEGO einiges zu bieten. Wenn man sich die Schienen einmal genau anschaut, sieht man, dass diese damals noch zusammengebaut werden mussten. Im Gegensatz zu heute, wo diese „nur noch“ ineinandergeschoben werden. Und wer seine wertvolle Fracht noch weiter in der Kinderzimmer-Welt verteilen wollte, konnte seine Container direkt vom Zug auf das passende Containerschiff (4030) verladen. Natürlich mit dem passenden Container-Bahnhof (7823). Und da auf hoher See auch mal etwas schief gehen kann, gab es auch noch ein Löschboot (4020) und ein Polizeiboot (4010). Alle drei Boote waren sogar „seetauglich“ und konnten auf große Expedition mit in die Badewanne oder den Pool genommen werden.

Ich muss zugeben, dem Technic-Bereich von damals kann ich nicht allzu viel abgewinnen. Aber er hatte sicherlich seine Fans und das ist auch gut so! Man sieht den Sets einfach an, dass LEGO hier noch nicht die großen Möglichkeiten hatte und die Teilevielfalt noch nicht da war. Was mir aber direkt auffiel: Man konnte Erweiterungssets kaufen und so seine Modelle aufpimpen, bzw. ganz eigene Modelle damit erschaffen. Und was gab es da noch? Die LEGO Technic-Figuren. Diese hat LEGO im Laufe der Zeit jedoch eingestellt und als ich vor einiger Zeit mein altes LEGO durchwühlte, habe ich diese alten „Freunde“ zuerst gar nicht als LEGO identifizieren können.

Sooooo… Das war sie, unsere kleine Zeitreise in das LEGO-Jahr 1989.

Ich hoffe, sie hat Euch gefallen und Ihr wart dabei so manches Mal mit den Gedanken in Eurer Kindheit oder in Eurem Kinderzimmer. Oder in der Vorweihnachtszeit, als man wie wild die Spielzeugkataloge durchgepflügt hat, um seine Wunschliste mit den Bildern daraus zu füllen.

Ich habe hier ganz bewusst auf den Blick als Investor verzichtet. Wir sind hier zwar beim Spielwareninvestor, aber ab und an muss man auch einfach mal die Gedanken schweifen lassen dürfen und auch mal anders auf diese kleinen Steinchen schauen dürfen. Zudem wäre ein Kauf dieser Sets zur heutigen Zeit auch reine Liebhaberei. Wenn Euch die Marktwerte der Sets interessieren, dann gebt die Nummern der hier genannten Sets doch mal bei Bricklink ein oder schaut mal, was es sonst noch so gab. Manche Preise werden Euch sicher „umhauen“ – gerade bei den OVP-Sets!

Schreibt mir gerne in den Kommentaren, wie Euch dieser Rückblick gefallen hat und ob Ihr Euch eventuell gern auf weitere solcher „Zeitreisen“ begeben möchtet. Gerne greife ich das Thema im Blog noch einmal für Euch auf.

5 thoughts on “Eine Reise in die LEGO-Vergangenheit

  • 5. Dezember 2020 um 8:07
    Permalink

    Danke für diesen tollen Artikel, eine schöne Zeitreise! Ich war damals 9 Jahre alt und das Eldorado Fortress (6276) aus der Piratenserie ein Tag 1 Kauf mit all meinem Taschengeld 🙂

  • 5. Dezember 2020 um 10:41
    Permalink

    DAS war genau meine heftige (erste) LEGO Zeit! Auch wenn alle großen Sets immer Träume geblieben sind- hatte ich mit einigem davon viele Jahre richtig Spaß! 🙂

  • 5. Dezember 2020 um 16:24
    Permalink

    Super Beitrag!
    Ich bin zwar noch etwas jünger, aber es war trotzdem spannend!
    VG

  • 6. Dezember 2020 um 13:52
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    Habe auch einige Sets aus diesem Katalog besessen. Die Monorail war natürlich damals schon unerreichbar. Toller Artikel!

  • 21. Dezember 2020 um 10:36
    Permalink

    Lieber Lars
    Danke für den SUPER Artikel, da werden Kindheitserinnerungen wahr. Du hast wohl einen ähnlichen Jahrgang wie ich (ich dachte mal, irgendwo gelesen zu haben, dass du auch 1980iger bist).
    Vor einiger Zeit konnte ich ca. 15 alte LEGO Prospekte kaufen. Es ist jedes Mal eine grosse Freude, diese mit meinem 5jähirgen anzuschauen.
    Ich wünsche dir und deiner Familie ganz schöne Festtage, viel Gesundheit und einen guten Rutsch in ein geniales 2021.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Peder

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