Fundstücke: Die etwas anderen Bausteine - Der Spielwaren Investor - spielend reale Rendite

Fundstücke: Die etwas anderen Bausteine

Wenn du auch zu denen gehörst, die gerne einmal alte Lego Sammlungen kaufen, dann kennst du das vielleicht: zwischen all den Legosteinen findet man Teile von Perlencolliers ehemals kleiner Prinzessinnen, Matchbox Autos mit Totalschaden, Lüsterklemmen aus Papas Werkzeugkasten, Radiergummiteile (könnte auch Kaugummi sein?), uralte Bonbons (oder Teile davon), offene Sicherheitsnadeln (…), halbe Wäscheklammern – kurz: Dinge der anderen Art…

und manchmal…

MANCHMAL findest du aber auch interessante Bausteine unbekannter Hersteller – und damit meine ich nicht die üblichen Clone-Steine aus Asien, sondern die wirklich besonderen und alten.
Fangen wir mal mit den Bombo Magnet-Bausteinen an:

©Das Spielzeug, Februar 1963

Der Bombo 2×4 Stein hat in etwa die gleiche Größe und Höhe wie der Lego 2×4 Stein. Er besteht aus einer kleinen, in Form gepressten Metallplatte mit acht quadratischen Erhöhungen, einem Magnetplättchen, einer weiteren Metallplatte (gelb) und ist Kunststoff ummantelt. Ich habe mal das Teppichmesser geschwungen, um euch den Aufbau eines Steins zu zeigen: das „Gitternetz“ aus Kunststoff an der Unterseite des Steins lässt genau Platz für die Erhöhungen der oberen Metallplatte und sorgt so dafür, das sich Steine passgenau aufeinander bauen lassen. Das gelbe Metallplättchen liegt auf der Magnetplatte und verhindert die Anziehung der oberen Platte mit den 8 Erhöhungen.

Wirklich viel ist im Netz nicht zu den Steinen zu finden. Der Sitz der BOMBO-Handelsgesellschaft befand sich laut Artikel der Zeitschrift „Das Spielzeug“ in der Schweiz und die deutsche Generalvertretung war die BOMBO GmbH in Bad Honnef am Rhein. In der Ausgabe vom Februar 1963 wurde anlässlich der Vorstellung des BOMBO Bausystems auf der 14. Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg Werbung geschaltet:

Einer der Glücksfunde der letzten Jahre waren sicherlich diese noch original verpackten Kästen, sowie das kleine Polybag, das vermutlich ein Giveaway auf der damaligen Messe war – vielen Dank an Thomas aka Legorossi für die Fotos seiner Sammlung:

Neben den Bausteinen in den Grössen 1×2, 2×2, 2×4 und 2×10 in weiss, rot, gelb, grün und blau, gab es auch verschiedene Grundplatten, sowie Fenster, Türen und Dachsteine (Steil- und Flachdachsteine) für den Hausbau.

Eine Patentschrift habe ich bis heute nicht finden können – auch ist unklar, wie lange die Steine produziert wurden, bzw. in welche Länder sie vertrieben wurden…


Hat euch der Artikel gefallen, habt Ihr Anmerkungen oder Ideen und ihr habt Lust auf weitere Exkursionen in die Welt der etwas anderen alten Bausteine?
Lasst es mich wissen und schreibt es in die Kommentare!

3 thoughts on “Fundstücke: Die etwas anderen Bausteine

  • 19. Januar 2022 um 12:45
    Permalink

    Verrückter Fund. Hab ich noch nie gehört und gesehen. Danke für den spannenden Beitrag.
    LG Colin

  • 19. Januar 2022 um 15:46
    Permalink

    Vielen Dank für dein Feedback Colin! Es gibt noch viel mehr interessante alte Steine…

  • 19. Januar 2022 um 20:55
    Permalink

    wirklich interessant, bei mir war das spannenste nur mal diese pb-steine aus der ddr. aber privat kauft man ja auch nicht sooo viele konvolute auf.

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