Minifigur der Woche: Die Grinsekatze (cheshire cat) - Der Spielwaren Investor - spielend reale Rendite

Minifigur der Woche: Die Grinsekatze (cheshire cat)

1978 wurde die LEGO-Minifigur, wie wir sie heute kennen, eingeführt. In den vergangenen 42 Jahren hat sich die Minifigur immer weiterentwickelt und es gibt sie in unzähligen Ausführungen. Allein BrickLink listet heute über 12.000 verschiedene Minifiguren. Einige davon haben für uns eine besondere Bedeutung, vielleicht, weil wir sie aus der Kindheit erinnern oder, weil wir einen persönlichen und meist emotionalen Bezug dazu haben. Letzteres trifft für die heutige Figur der Woche zu.

1865 erschien ein wahrhaft einzigartiges Buch mit dem Titel Alice im Wunderland (im Original: Alice in Wonderland), geschrieben von einem Engländer namens Charles Lutwidge Dodgson (uns besser bekannt unter seinem Pseudonym Lewis Carroll). Was viele nicht wissen: Dodgson studierte Mathematik und Altphilologie in Oxford und arbeitete dort später selbst als Dozent. So verwundert es nicht, dass Dodgson in seinen Werken immer wieder mit Sprache und Logik spielt. Das Buch Alice im Wunderland und das 1871 erschienene Buch Alice im Spiegelland (im Original: Through the Looking-Glas) sollten zukunftsweisend für die moderne Fantasy-Literatur werden. 

Seit jeher wurden die Bücher unzählige Male verfilmt, unter anderem im Jahre 1951 in Form eines Zeichentrickfilms von Walt Disney. Aus eben dieser Adaption stammt eine für mich persönlich ganz besondere Minifigur, deren Vorlage sich dadurch auszeichnet, dass sie sich nach Belieben vollständig oder auch nur in Teilen unsichtbar machen konnte: Die Grinsekatze (im Original: cheshire cat).

Die Grinsekatze erschien 2016 in der ersten Disney-Minifiguren-Serie neben 17 weiteren bekannten Minifiguren, unter ihnen übrigens auch die besagte Alice. Die Figur zeichnet sich insbesondere durch einen einzigartigen Kopf-Mould und die auffällige Farbe aus. Beine und Korpus sind rosa gestreift und sogar die Arme sind bedruckt. Der Schwanz weist eine hellere Spitze auf. Damit die Grinsekatze etwas gedrungener wirkt, hat sie die unbeweglichen Kinderbeine spendiert bekommen.

Zum aktuellen (Geld-)Wert: Die Grinsekatze erschien als Teil der Disney-Minifigurenserie und damit zu einer UVP von € 3,99 (vorausgesetzt, man konnte sie erfühlen). Bei BrickLink wurden in den letzten sechs Monaten durchschnittlich € 7,52 für eine neue Grinsekatze bezahlt, was eine Wertsteigerung von immerhin 88% zur UVP bedeutet. 

Für mich hat die Grinsekatze aber vielmehr einen ideellen Wert, weil ich ein großer Fan der Bücher bin. Die Katze wird von Alice im Buch im Übrigen wie folgt beschrieben: „Sie sieht recht gutartig aus, aber sie hat auch sehr lange Krallen und sehr scharfe Zähne. Da bin ich lieber vorsichtig.“ Aber nicht nur das Äußere lässt die Grinsekatze so rätselhaft und unberechenbar erscheinen. Ihr Charakter zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich selbst (und alle weiteren Bewohner des Wunderlandes) für verrückt hält und Alice auf ihrer Odyssee durch das Wunderland damit keine echte Hilfe sein kann. Diese Charaktereigenschaft hat Walt Disney in der Minifigur – wie ich finde – gut eingefangen. Die Grinsekatze ist so herrlich skurril und bringt mich selbst immer wieder zum Grinsen. Und so möchte ich enden mit den Worten von Alice: „Eine Katze, die grinst, mag es ja geben; aber ein Grinsen ohne Katze – das ist doch das Allerverrückteste auf der ganzen Welt!“

Was haltet ihr von der Grinsekatze? Und welche Minifigur würdet ihr euch in dieser Rubrik wünschen?

4 thoughts on “Minifigur der Woche: Die Grinsekatze (cheshire cat)

  • 27. Juli 2020 um 20:47
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    Ich fände Olaf von Frozen 2 cool

  • 27. Juli 2020 um 21:07
    Permalink

    Danke für deine Anregung! Ich werde sehen, was sich machen lässt 😉

  • 29. Juli 2020 um 12:55
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    Mega! Hatte das Biest nicht auf dem Radar- nun will ich eine… 🙂

  • 29. Juli 2020 um 14:42
    Permalink

    Eine tolle Figur, die einfach nur gute Laune macht!

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